Der zweite Tag der Trailrun Worldmasters sollte heute über die Königsetappe gehen. Der Ruhrklippen Trail ging über 35,2 kilometer mit 864 Höhenmeter. Also schon ganz schön happig für einige Flachlandtiroler die am Start waren. Der Start erfolgte heute zusammen (Massenstart) und es ging gleich gut los. Auf den ersten 2 kilometern hatten wir schon 90 Höhenmeter absolviert, also keine Zeit sich irgendwie einlaufen zu können. Das Wetter spielte mit (für mich) es regnete und ein frischer Wind wehte uns um die Ohren. Also 1a Trailrunning Wetter. Ich startete im Mittelfeld da mir vom gestrigen Sprint noch ein wenig die Muskeln schmerzten. Ich bin mit 88 kg ja auch nicht gerade der Sprinter der solche Pace einfach wegsteckt. Also brauchte ich erstmal meine 5 – 8 kilometer um in den Tritt zu kommen. Bis dato wurde ich schon heftig von den Teilnehmern eingesammelt und nach hinten durchgereicht.
Nach 8 kilometern und der ersten Verpflegungsstelle befand ich mich am Ende des Feldes. Jatzt kamen aber auch die ersten schönen Downhill Singletrails. Das ist das was ich liebe und der Schwerkraft freien lauf lasse. Einfach kontrolliert nach vorne fallen und die Füssen sicher aufsetzen. In einen Mordstempo schoss ich an den Teilnehmern in den Downhill-Passagen nur so vorbei. Nach 17 kilometern hatte ich so das Feld von hinten aufgerollt und befand mich wieder im vorderen Drittel. Was jetzt kam grenzte schon an Körperverletzung. Der Weg der Schmerzen kannte keine Gnade und wartete mit 289 Höhenmeter auf einer Strecke von 1.5 kilometern auf uns. Da lief nix mehr, alles mußte gehen. Aber selbst beim gehen konnte ich jetzt einige überholen und mit der Gewissheit das es auch wieder runterging machte ich nochmal ein wenig Tempo mehr. Dann kam der geilste Downhill im Trailrunning meines Lebens.
Es ging die 289 Höhenmeter wieder runter aber nur auf einer Strecke von einen kilometer. Auf dieser Strecke gaben einige Teilnehmer mir den Spitznamen “Downhill-Junkie”, ein Kompliment in meinen Augen. So schön wie die Downhill-Passagen auch waren mußte ich leider im flachen Teil deswegen Tempo rausnehmen und wurde wieder von einigen eingesammelt. Die Sprüche im laufe der Zeit wurden immer lustige da ich einige jetzt schon im Downhill drei oder viermal hatte stehen lassen und sie mich dann im flachen Teil ohne Mühe eingeholt hatten. Bei kilometer 24 bekam ich ein kleines Tief und wurde zum Glück von einem Ultraläufer aus Bremen überholt. Wir kamen ins Gespräch und so zog er mich vier kilometer mit ohne das ich es merkte. Ich bekam sogar noch eine Einladung zum 100Milen Silvesterlauf am 31.12.2009. Aber das ist ein anderes Thema.
Bei kilometer 28 mußte ich dann abreisen lassen und zu mir gesellte sich ein sehr netter Kerl Namens Hans Uwe. Hans Uwe ist 60 Jahre alt und der Vater des Moderators im Ziel. Er lief hier mit seiner Schwiegertochter und hatte das Foto seiner kleinen zwei Jahre alten Enkelin auf der Brust geklebt. Wir redeten über Gott und die Welt und waren auf einmal auf den letzten kilometer.
Im Zielkanal machte ich nicht den Fehler nochmal Gas zu geben sondern genoss den Moment und meine für mich tolle Zeit von 03:27:48 Std. das entsprach einen kilometer Schnitt von 05:54 min/km und das bei den Höhenprofil. Ich war und bin Stolz auf mich.
Heute wurde ich Gesamt 99 von nur noch 136 im Ziel. Am Start waren noch 164 Teilnehmer und am gestrigen Tag sind wir in meiner Klasse noch mit 198 Teilnehmern gestartet.
Gesamt nach den zweiten Tag bin ich auch auf Platz 99 (schon lustig was es für Zufälle gibt) mit einer Zeit von 03:49:43 Std., nach oben geht morgen vielleicht noch was. Platz 90 ist nur 6 Minuten weg von mir. Das könnte klappen wenn ich morgen nochmal auf den 20,5 kilometern mit 339 Höhenmeter Gas gebe.
Ich glaube mal das morgen nochmal eine Menge Starter ausfallen werden da viele den heutigen Tag zu heftig angegangen sind und auf der Pasta Party schon am Stock gingen.
Aber nur die Harten kommen durch und ich WILL das Finisher Shirt haben.
Also ich freu mich wenn ihr morgen wieder mal vorbeischaut.
Hier noch ein paar Impressionen vom gestrigen Tag.
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Style ist alles ![]()
Kim Bong Soo aus Köln, echt netter Typ!
Ach ja meine neuen Trailschuhe haben es gut überstanden und ich kann sagen….. die Teile sind der Traum eines jeden Trailrunner.
Erstes Fazit: Der S-Lab fetzt total! Durch die dünnere Sohle spürt man zwar mehr Steine, aber andererseits scheint sie sich regelrecht um das Gelände in Form von Felsen und Wurzeln herum zu legen, als würde man barfuss laufen, nur noch komfortabler. Der Grip der kleinen Profil-Dreiecke ist erstaunlich souverän, das Gewicht ist sensationell, es ist als hätte man keinen Schuh an … Im super rauhen Gelände wäre ein normaler XT-Wings wahrscheinlich langlebiger und einfach robuster, aber zum Kurvenrasen in schnellen Singletrails und natürlich zum Bergauflaufen ist der S-Lab der ideale Schuh! – zumal er vom Wings die breite Sohle geerbt hat und somit fast die gleiche Stabilität besitzt.
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Nov.7,2009



das mit ordentlich bergabrennen musst mir bei gelegenheit mal erklären – ich bin abwärts nur im schneckentempo unterwegs – kanns einfach nicht laufen lassen ..nun kann ja nicht NUR am fehlenden Gewicht liegen wa ?
@geli: hehe das mit dem Gewicht habe ich verstanden.
Ja da gehört schon eine gewisse art des verrücksein dazu um Downhill zu laufen. Man muß der Schwerkarft eigentlich nur freien lauf lassen und sicher die Füsse aufsetzen. Leichter gesagt als getan. Ich habe dafür etliche Trails bergab gebraucht um die Trittsicherheit zu bekommen. Ganz wichtig ist auch höchste Konzentartion bei der Sache ansonsten liegt man im Matsch und hat sich schlimmstenfalls was gebrochen. Also immer schön langsam üben.
LG
Marco
so müssen schuhe aussehen!
mein reden, schuhe gerade trailschuhe müssen so aussehen.
Sind das etwas die Schuhe die du gewonnen hast? Na die haste aber mal ordendlich eingelaufen.
Ich bewundere deine Disziplin. Laufen ist einfach nichts für mich – nichts was ich gerne mache. Ich gehe lieber meine Bahnen schwimmen
. Also wirklich Hut ab vor deiner Leitung und vor allem vor deine Eigendisziplin !
…ich vermisse dein offizielles Bekenntnis zu den 100M Silvester. Willst mich doch nicht alleine laufen lassen, oder?
@Christiane: Willst du das mich meine Frau erschlägt??? Silvester ein 100Milen Rennen… das würde Krieg geben. Außerdem muß ich erst beim Kardiologen alles abklären lassen.