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Kleine Spielereien

simpsons-teabag

Gestern Abend war mal wieder ein ruhiger Movie-Abend mit meiner Frau angesagt gewesen. Wir konnten uns nicht einigen, entweder “Marley und Ich” mit Jennifer Aniston oder “Death Sentence” mit Kevin Bacon. Da Tanja keine Lust auf Herzschmerz hatte und Marley und Ich nicht sehen wollte (hatten das Buch gelesen) blieb ja nur noch Death Sentence (Das Todesurteil) mit Kevin Bacon, einer meiner liebsten Schauspieler, übrig.

Selten bin ich in einem Film mehrmals zu Tränen gerührt, selten starre ich so fasziniert auf den Bildschirm. Was der gerade mal 31-Jährige James Wan hier auf die Beine gestellt hat, ist schlichtweg fantastisch.
Die ersten 20 Minuten gehören mit zum Traurigsten, was ich je gesehen habe. Da allein im Intro derart viele Emotionen einer Familienidylle vermittelt werden, ist der bevorstehende Schock kaum auszuhalten. Eine Gang ermordet nachts bei einem Raubüberfall an einer Tankstelle auf brutalste Art und Weise den ältesten Sohn und der Vater kann nur tatenlos zusehen. Was folgt ist ein emotionaler Absturz, dem man als Zuschauer nicht entweichen kann. Selten war ich nach nur so kurzer Zeit derart geschafft. Und es bleibt nicht mal viel Zeit, die Vorkommnisse verarbeiten zu können, da sofort wieder an der Spannungsschraube gedreht wird. Und wie! Eine Hetzjagd auf den verzweifelten Vater beginnt, die mehrere hammerharte Höhepunkte aufbietet und schließlich in einen Rollentausch mündet, der zu einem brutalen Finale führt.

Kevin Norwood Bacon brilliert mal wieder mit einer grandiosen Vorstellung. Dieser Mann ist einfach einer der besten Schauspieler, die Hollywood je gesehen hat. Ich liebe es, ihm zuzuschauen. Ich sauge die Intensität, mit welcher der mittlerweile 50-Jährige jedesmal vor der Kamera agiert, förmlich auf. Ich behaupte sogar, dass es außer Sean Penn kein anderer Schauspieler der Welt schaffen würde, eine so grenzenlos desperate Situation wie diese derart authentisch zu vermitteln. Ein fieser John Goodman und eine bildhübsche Kelly Preston sind – obwohl sie ihren Teil grundsolide beisteuern – bei dieser gewaltigen One-Man-Show einfach nur nettes Beiwerk.
Was unterm Strich herauskommt, ist der für mich beste Genrefilm überhaupt! Ein hartes Schicksal, pure Emotionen, eine ordentlich angezogene Spannungsschraube und brutale Auseinandersetzungen sind die Zutaten für einen wahrlich beeindruckenden Rache-Thriller.

Dazu kommt noch das der Soundtrack derart Genial ist das dieser Film schon Kultstatus erreicht hat. Ok er ist wahrscheinlich nicht für jedes Gemüt gedacht und in einigen Punkte eher Kritisch zu betrachten aber ich gehe zu 100% Konform mit der Handlung.

Hier mal ein Video zum Film:

Das Lied ist von Plankeye und heisst Goodbye

death-sentence-poster

4 Kommentare zu „Virtuoses Meisterwerk“

  • DerMike:

    cooler film, hast du recht.

  • Und Marley wird am Ende auch sehr sehr traurig… :-( (

  • Ich habe mir gerade auf deinen Bericht hin im Netz den Trailer zu diesen Film angeschaut – ich kenne den Film nämlich gar nicht – und der sieht sehr, sehr ineressant aus. Wir werden und auf jeden Fall den Film ausleihen und ihn anschauen. Du hast es geschafft mir den Film schmackhaft zu machen ;-) .

  • Bodhi:

    Das freut mich Emely, ihr werdet nicht enttäuscht werden.
    Viel Spaß dabei

Spruch der Woche
“Auf kurze Sicht gesehen, würde es mich glücklich machen, draußen zu spielen. Auf lange Sicht gesehen, würde es mich glücklicher machen, gute Noten zu bekommen und im Leben Erfolg zu haben. Aber auf sehr lange Sicht gesehen, weiß ich, woran ich mich gerner zurückerinnern werde.”



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