(Hier nochmal ein Beitrag vom 24.08.09, einige kennen den Beitrag nicht und einige wollten den Beitrag nochmal lesen. Hier nun auf Wunsch dreier Personen nochmal der Absolute Wahnsinn im Detail aus 2009)
Vor kurzem noch auf Marcus Blog vom “Verborgenen Pfad” gelesen. Das lustige ist das mir zwei Tage vorher etwas ähnliches passiert ist. Ich war mit Malcolm mal wieder Richtung Hasper Talsperre unterwegs und mußte kurz vor der Staumauer mal ebend für kleine Jungs oder eher für Königstiger. Aber wohin??? Also links in die Büsche geschlagen. Was muß ich da sehen als ich mein kleines Geschäft verrichte? Einen Trampelpfad den ich vorher noch nie gesehen habe. ES war mir schleierhaft wie ich diesen Pfad selbst im Herbst und Winter wenn das Grün der Sträucher die Sicht nicht mehr verdecken nicht sehen konnte. Also schnell Malcolm gerufen und den Pfad gelaufen. Leider war es schon ziemlich spät an den besagten Tag und ich mußte nach knapp 2 Kilometer umdrehen weil es schon dunkel wurde. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben dachte ich mir. Ich wollte diesen herrlichen Single Trail der sich durch dichte Farne und Büsche schlängelte unbedingt in den nächsten Tagen unter die Füße nehmen. Gesagt getan und am Dienstag nachdem ich etwas früher von der Arbeit gekommen bin habe ich mich mit Malcolm auf die Socken gemacht. Die ersten zwei Kilometer kannte ich schon und Genoss sie nochmal in vollen zücken mit der Vorfreude auf das was da kommen mag. Der Trail wurde enger und rechts zogen steile Felswände auf. Ein herrlicher Anblick war das. Etwas derartiges nur hunderte Meter von meinen Laufareal entfernt was ich nie gesehen habe. Ich konnte es immer noch nicht glauben. Nach ca. 4 Kilometer sah ich etwas rechts durch den spärlich bedeckten Wald laufen. Es war ein Fuchs! Ein ziemlich großer Fuchs wie ich sah als ich langsam näher kam. Ich hatte nach Wochen mal wieder meine Knipste dabei und wollte das schöne Tier unbedingt ablichten. Also kurz den Gang raus und auf die Pirsch gelegt. Ich hoffte das Malcolm den Fuchs nicht sehen würde und umgekehrt. Die Chance das der Fuchs Malcolm nicht bemerken würde war groß den der Wind kam von vorne. Was aber anderseits Malcolm dazu veranlasste die Nase in den Wind zu halten weil er etwas gerochen hat. Ich nahm Malcolm an die mitgeführte Leine und lies im absitzen. Ich beobachtete den Fuchs und sah wie er sich an etwas ranschleichen wollte. Ich sah nicht sofort was es war den ich mußte seine unmittelbare Umgebung erstmal selber abchecken. Aber da sah ich es… es war eine ziemlich große Eule die da hockte. Ich mußte mir die Augen reiben und mein Pulsschlag erhöhte sich weil ich nicht glauben konnte was ich da sah. Zwei der schönsten Tiere im Wald standen sich nur ein paar Meter gegenüber und haderten mit den Schicksal. Eine derartige Eule habe ich erst einmal in meinen Läuferleben in freie Natur sehen dürfen. Aber bei weiten war dieses Exemplar größer als das damalige. Wirklich schön. Ich spielte mit den Gedanken die Eule durch lautes Rufen indirekt zu warnen weil ich dieses schöne Tier nicht im Maul des Fuchses enden sehen wollte. Aber dann kam mir der Gedanke die Natur, Natur sein zu lassen. Fressen oder gefressen werden heißt es dort. Ich blieb ruhig und beobachtete die Situation. Ich vergas fast ein paar Bilder zu machen. Malcolm wurde immer unruhiger weil er nun auch den Sichtkontakt zum Fuchs hatte. Nach nur zwei Minuten hörte der Fuchs etwas und blickte sich um. Die Eule stieg auf und wart nicht mehr gesehen. Diese zwei Minuten kamen mir vor wie eine Stunde. Diese Grenzenlose Schönheit der Natur in seiner vollkommenden Reinheit erleben zu dürfen das ist es was mich immer wieder raus in die Wälder zum laufen zieht. Ich kann nur jeden Bahn und Straßenläufer sagen “ihr verpasst was da draußen”!
Aber hier nun die Bilder:
leider etwas unscharf weil nur eine Kompakte Kamera
um das Bild größer zu sehen einfach anklicken !!!
Hier hat Malcolm zu laut gemeckert und der Fuchs hat es mitbekommen.
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Feb.10,2010


Nach wie vor extrem beeindruckend! Um dieses Erlebnis beneide ich Dich.
Kurios, daß ich erst heute einen Fuchs sah – von daher paßt Deine Neuauflage sehr gut.
Und diese Eule ist einfach nur süß, aber ich war schon immer ein Eulenfan!
Hast Du sie mal wieder gesehen?
@Marcus: ja ich glaube die Eule habe ich mal gesehen. Kann aber aus der Entfernung auch ein anderes Tier gewesen sein.
Extrem genial!
Manchmal ist es einfach nur wunderschön, auf der Lauer mit der Knipse zu liegen für den einen Schuss (mit der Kamera bitte) und solche Momente einfach nur zu erleben.
Nicht nur dass man sich an schönen Landschaften und Pfaden erfreuen kann, nein, Tiere sind das Salz in der Suppe!
Ich finde es auch krass, dass Malcolm so gut hört. Manche Hunde sind ja in solchen Situationen derart unruhig, dass sie Bellen oder gar nicht mehr zu beruhigen sind!
Klasse!!
@Indy: ja unser Malcolm ist schon ein krasser Köter

Er war wohl selber überwältigt von der situation das er erstmal schauen musste
Aber er hört mehr als gut auf uns. Training ist alles kann ich da nur sagen. Ein Hund (gerade Labrador) braucht das auch. Ohne Kopfarbeit gehen diese Tiere ein.
Gruss
Marco
Das war schon klasse was du da erlebt hast. So etwas passiert einem nicht oft, den meisten schon mal gar nicht.
Liebe Grüße
Brigitte
Hi,
bin gerade auf deinen Blog gestoßen und schon der erste Post, den ich lese, ist ein Hit! Bin gespannt, wie es weitergeht.
@Marvin: Erstmal Herzlich Willkommen in meiner kleinen welt. Würde mich über den ein oder anderen Besuch von dir in Zukunft sehr freuen. Natürlich immer mal wieder mit einen Kommentar
Gruss
Marco
Hi Bodhi,
dein Bericht klingt, als würdest du viel Freude an der Beobachtung der Tier- und Vogelwelt in der Umgebung haben…wir kommen scheinbar aus derselben Gegend…witzig.
Wenn du dich ins Auto setzt und ein bisschen weiter fahren willst, um neue Gebiete zu erschließen, wüsste ich noch was Schönes:
Ich bin meistens in den Hügeln zwischen Volmetal, Glör und Zurstrasse unterwegs, laufe aber nur sporadisch. Du kannst tagelang unterwegs sein, ohne Menschenkontakt.
um uns herum.
Meine Lieblingsstrecken gehen durch den Krägeloher Forst und seine erweiterte Umgebung…alles voll traumhafter Quellen, ganze Meere von Farnen, Mischwald, im Mai ein Genuss…riesige Buschen im zartesten Grün, dann wieder Heide zwischen Fichtenkulturen ( bei starkem Sonnenschein setzen die alten Holzstümpfe im Duett mit den Himbeeren ein unglaubliches Duftpotpurie frei )und zwischendurch ein paar romantische Bachläufe… überall Rehe, Eulen, Milane (sie nisten hier), Fasane, Füchse und manchmal auch Wildschweine!!!
Dir und deinem “Anhang” noch viel Freude und Gelegenheiten zum Betrachten all des Schönen
@rocko: Vielen Dank für diesen Wundervollen Bericht. Ich laufe auch sehr geren im Forst. Nur bis ich von mir aus da bin muß ich schon 14 km zurücklegen. Das kommt eher selten vor das ich bis dahin laufe. Bis nach Zurstarße von mir aus durch die Wälder der Hasper Talsperre laufe ich Regelmäßig. Aber wenn du mal Lust und Zeit hast im Mai eine kleine Runde durch die Wunderbare Natur zu laufen dann melde dich einfach bei mir. Ich bin dazu gerne bereit.
LG
Marco
Hi Marco,
thx für deine antwort und dein Maiangebot. gebe im mom 1 üblen laufpartner ab, weil ich nicht dazu komme. familiär und beruflich totale terminflut und ein alter kreuzbandriss ärgert. eis – ausgerutscht- natürlich aufs knie.
LG rocko
@Rocko: bis dahin wird das schon. Außerdem soll es doch ein Genusslauf werden. Nix mit gerenne. Das Hochpulsige Gejapste sparen wir uns in der natur mal.
Ich meld mich dann bzw. lass du von dir hören wenns lust und zeit hast.
Tolles Erlebnis. Schöner Bericht.
Ich hab bisher nur Rehe und Hasen “erwischt”.
Aber wie du schon schreibst: selbst das dürfte den meisten Straßenläufern “erspart” bleiben.
Sehr schönes Beispiel, dass Sport in der Natur eben nicht bedeuten muss, dass man die Natur zum Sportgerät degradiert. Sondern die Nähe das Bewusstsein schafft, warum die Natur schützenswert ist.