Es ist vollbracht. Der “Rund um Ennepetal” Lauf ist geschafft. Leute, ich kann sagen, das war ein saugeiles Stück Arbeit heute den ganzen Tag über. Die ganzen 59,1 Kilometer gespickt mit 1689 Höhenmeter hat es nur geregnet. Die Strecke ging durch das für mich geilste Trailrunning-Gebiet in der näheren Umgebung.
Der Boden war total aufgeweicht und knöcheltief, die Trails waren sehr rutschig und teilweise etwas gefährlich. Aber es hat total Spaß gemacht!
Morgens um 08:40 Uhr setzte sich der Bus Richtung Heilenbecker Talsperre in Bewegung. Von dort sollte die erste Etappe beginnen. Um Punkt 09:00 Uhr war es dann soweit. Die Gruppe lief los. Es waren wieder sehr nette und lustige Läufer dabei.
Gleich nach dem Start ging es los, der Himmel öffnete wieder seine Pforten… und wie!!! Platzregen ca. 1 Stunde lang. Wir waren nass bis auf die Knochen. Aber egal, das gehört für mich dazu. Trailrunning sollte heute mit meinen Elementen aufwarten und es wurde richtig geil.
Die Bedingungen auf dem Trail waren auch nicht besser. Matsch und das teilweise knöcheltief. Jede Pfütze wurde von mir genommen. Nasse Füße ? Mir doch egal!!! Das konnten einige überhaupt nicht verstehen, da sie Blasen befürchteten. Ich laufe aber seit Jahren mit solchen Hindernissen und habe meine Füße an diese Begebenheiten gewöhnt. Ich hatte nie Blasen wegen nasser Füße.
Die erste Etappe war schnell geschafft. Es ging im strömenden Regen weiter zur zweiten Etappe. Hier lernte ich dann auch Abdul Walid kennen. Da wir uns noch ein wenig länger am Verpflegungsstand aufhielten und die Gruppe schon unterwegs war, liefen wir beide schnellen Fußes hinterher.
Walid ist ein klasse und dufter Typ, mit dem ich im weiteren Verlauf noch eine Menge Spaß auf der Strecke hatte. Leider musste er wegen Kniebeschwerden nach Ende der vierten Etappe aufgeben.
Die beiden anderen Typen, mit denen ich eine Menge zu tun hatte waren, Hansi Holst von den Endorphinjunkies.de und Michael Lütke der Triathlet und Ironman.
Mit Michale hatte ich 2008 schon versucht, den Lauf zu beenden. Nach 42 Kilometern musste ich bei sengender Hitze den Lauf aber leider beenden. Heute sollte es anders sein. Ich war topfit und hatte eine Menge Kraft in den Beinen, die raus wollte.
Die zweite Etappe war geprägt von zahlreichen Passagen, die durch Gevelsbergs Altstadt führten. Eine sehr schöne Etappe, wenn man auf Altstädte steht. Ich bin aber lieber in der Natur und konnte es kaum abwarten, wieder in den Wald zu verschwinden.
Die Etappe Drei sollte nun richtig Dampf in die Beine bringen. Gleich zu Anfang ein knackiger Anstieg, der die Luft nahm. Die lockere Gruppe sollte ich auf dieser Etappe ein wenig sprengen.
Da ich ein wenig Tempo machen wollte, ging ich sofort zu Anfang des Anstiegs in den schnellen Berglaufschritt. Ruck Zuck waren mehrere hundert Meter zwischen mir und der Gruppe. Aber wie es so meine Art ist, bin ich an der ersten Abzweigung geradeaus weitergelaufen. Die Gruppe bog links ab und ich lief alleine weiter. Gut, dass ich mich kurz umdrehte und sah, dass der letzte Läufer gerade links verschwand. Ich also wieder in Downhill-Junkie-Manier den Berg runter und ab hinter der Gruppe her. Dort sofort wieder im Höllen-Tempo an der Gruppe vorbei und weiter dem Gipfel entgegen. Nach weiteren Minuten war ich endlich oben. Dort kurz durchgeatmet und drei Minuten auf den Rest gewartet. Als die Jungs und Mädels hochkamen, machte ich einige Bilder.
Rast nach Ende der dritte Etappe war dieses Jahr genau hundert Meter hinter unserem Haus im Wald.
Schade, dass ich das nicht vorher gewusst habe, denn sonst hätte ich für die Jungs den Kasten Erdinger Alkoholfrei rausgeholt.
Kurz verpflegt und neue Läufer, die nur die beiden letzten Etappen laufen wollten aufgenommen. Jetzt sollte es “Butter bei die Fische” geben.
Die beiden letzten Etappen gingen ziemlich hoch und runter. Bei dem wieder einsetzenden Regen wurde es noch schwieriger, zu laufen. Aber jetzt war es mein Gebiet, mein Heimvorteil, meine Welt und mein Lauf. Ich lief 2/3 der vierten Etappe mit einigen zügigen Läufern, aber dann ging mal wieder der Renngaul mit mir durch. Die beiden letzten Kilometer ging ich ziemlich stürmisch an und rannte im Höchsttempo durch die Trails. Zu meiner Verwunderung holte ich sogar noch die schnelle Läufergruppe ein, die 10 Minuten vor uns die Verpflegungsstelle am Ende der dritten Etappe verlassen hatte. Jetzt war ich richtig im Rennen angekommen. Ich fühlte mich leicht und locker und spürte meine Kraft in den Beinen. Das ganze nach jetzt schon 47 Kilometern und 1.300 Höhenmetern!
Unser Red-Devil bei der Ankunft am Ende der 4.Etappe
Jetzt waren es nur noch 11 Kilometer mit drei schönen Kanten geschmückt. Aber das sollte jetzt kein Problem mehr sein.
Auf der letzten Etappe machten wir innerhalb von zwei Kilometern ein derartiges Tempo, dass wir nach kurzer Zeit nur noch zu Viert waren. Da wir wussten, dass im hinteren Teil noch zwei Führer waren, gingen wir das Tempo weiter an und liefen alleine weiter. Ich kann euch sagen, was eine tolle Natur auf dieser Strecke, schöne Downhills, schöne Singletrails, schöne Anstiege
Gegen Ende musste ich aber immer wieder an den Anstiegen kurz abreißen lassen. Was aber nicht weiter schlimm war, denn beim Downhill holte ich die drei immer schnell ein. Das machte mir im Hinblick auf den P-Weg Ultramarathon aber schon etwas Sorgen. Warum hatte ich auf einmal am Berg Probleme? Das muss ich mir in den nächsten Tagen mal ganz in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.
Jetzt ging es zur Zielgraden… es war geschafft !!!
Nach 07:14:12 Stunden war ich am Ziel.
59,10 KILOMETER
1.689 HÖHENMETER
Fazit: Es war ein grandioser Lauf, ohne jeglichen Wettkampfcharakter, der einfach nur Spaß gemacht hat. Dieser Lauf ist ab heute ganz fest in meinen zukünftigen Jahresplanungen aufgenommen. Ich habe eine Menge lieber, netter Menschen kennengelernt, die ich sicher auf dem ein oder anderen Wettbewerb wiedertreffen werde. Ich hoffe, sie werden hier vorbeischauen und ihre Email Adresse hinterlassen.
GUTE NACHT
der Soulrunner
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Aug.29,2010


Klasse Bericht, tolle Bilder, und scheinbar ein Haufen Spaß. So muss das sein.
Das mit den neuen Bekanntschaften kenne ich, ging uns im Hunsrück genauso. Klasse gemacht, mein “Mountainjunkie!!!!
Erhole dich gut,
Steffen
Danke, aber Erholung ?!? Ich fühle mich heute BOMBIG, geh heute Abend wieder auf die Piste!
Moi aussi!
Warum du auf einmal Probleme am Berg hast?
Vielleicht weil du vorher über die Trails gestocht bist wie ein Eichhörnchen auf Ecstasy, du Verrückter??
Man, man; das war ja mal ‘ne reife Leistung!
Die Strecke ist ja nun wirklich nicht gerade einfach zu laufen.
Danke für den Bericht! Da kamen ein paar Erinnerungen wieder hoch. Bin vor ein paar Jahren mal die ersten beiden Etappen mitgelaufen, war aber danach schon ziemlich geschafft.
Stefan da könntest du natürlich Recht haben

Wobei mir die Bezeichnung sehr gut gefällt.
Wäre doch cool wenn wir 2011 zusammen die Strecke laufen könnte. na was meinst du?
Viele Grüße
Marco
Ja, cool wäre das sicher.
Mal sehen wie das nächste Jahr so verläuft.
schöner beitrag. ach ja, ich bin der red devil
) und es waren nach meiner uhr ca. 1400 hm. aber die taten bei den bedingungen auch weh wie 1900 ;-()
gruss comici
Schön das du dich meldest. Na ja es waren nur 1.698 wie ich gestern festgestellt habe. Im Video wusste ich es noch nicht und ich hatte meine Uhr schon am Sportplatz angemacht, also hat die Uhr die Höhenmeter der Busfahrt bis zur Talsperre mitgerechnet.
Aber es war saugeil oder?
viele Grüße
Marco
Gratulation dazu! Bei dir merkt man richtig wie das Feuer rüberkommt. Die Bilder und deine Worte sind echt klasse. Weiter so!
Danke Willi, es hat auch mächtig Fun gemacht!
Viele Grüße
Marco
Wie kann man nach 59 Kilometern unf fast 2000 Höhenmetern noch so entspannt in die Kamera sprechen und locker und lässig den Zieleinlauf filmen? Du bist echt ein Tier, Marco!
Und ich weiß auch, warum Du keine Blasen mehr bekommst, wenn Du nasse Füße hast: da haben sich bei Dir inzwischen sicher längst die Blasen in Schwimmhäute verwandelt!
Geiler Bericht und klasse Fots: macht Lust! Dankeschön!
lol ja das ist wahrscheinlich so gekommen, ich habe die gleichen Schwimmhäute wie Malcolm mein Labrador.

Danke für das Kompliment aber wie Steffen schon einmal gesagt hat, wir sehen nach 50,60 oder 100 Kilometer teilweise noch besser aus als andere nach 10 Kilometer.
Ultra-Freaks halt!
Liebe Grüße
Marco
Tolle Leistung über eine anspruchsvolle Distanz, meinen Glückwunsch, Marco!
Es geht nichts über Naturläufe, wobei die Höhenmeter nicht zu unterschätzen sind – allerdings habe ich da nicht wirklich Erfahrung, hier gibt es keine Höhen, worüber ich nicht sonderlich traurig bin.
Alles Gute,
Marcus
Ja Marcus es geht nichts über Naturläufe. Das bringt einen immer wieder noch ein Stück mehr an seine Leistungsbereitschaft ran. In der Natur und im Matsch bei diesen Wetter kann ich mehr Leistung bringen als z.B. bei einen öden Stadtmarathon. Warum ist das so? Kann ich leider nicht erklären, es ist eine Gefühlssache. Aber du verstehst mich sicher und weisst was ich meine gell.
liebe GRüße
Marco
Toller Lauf, Klasse Bericht, wunderschöne Fotos. Bin restlos begeister. Gratulation zur grandiosen Leistung. Ich bin im letzten Jahr den (letzten) Drachenlauf im Siebengebirge mitgelaufen: 26 Km und 1.000 Höhenmeter durchs Siebengebirge. Das war wunderschön, aber zum Glück nur knapp dein halber Lauf. Respekt, Respekt!!!
Danke lieber Dieter,
ja das Siebengebirge stelle ich mir auch schön vor. Nächste Woche ist erstmal der P-Weg mit seinen 67 km und fast 2.000 Höhenmeter dran. Auch wieder wunderschöne Natur Rund um Plettenberg.
Ich freu mich
Viele Grüße
Marco
[...] sich für diesen 4. Bürgermeisterlauf vom 29.8.2010 interessiert, kann auf der Homepage nachlesen und nachsehen, welche Ereignisse dieses eindrucksvolle Sportevent geprägt [...]