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	<title>Die Soulrunner* &#187; Weltgeschehen</title>
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	<description>Bodhi &#38; Tammy on the Road again!</description>
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		<title>Mainstream ade!</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 11:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodhi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Trailrunning]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Der Mainstream (englisch, wörtlich Hauptstrom) spiegelt de kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhetischen Underground. Der Mainstream ist eine Folge einer Kulturdominanz.

Aber nicht mehr mit mir… und WARUM ???
 
… weil es mir auf die Nerven geht. Alles muß vermarktet werden, jeder will mit einer Marke oder Sache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/P1020456.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px" title="P1020456" border="0" alt="P1020456" src="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/P1020456_thumb.jpg" width="364" height="278" /></a> </p>
<blockquote><p>Der <b>Mainstream</b> (englisch, wörtlich <i>Hauptstrom</i>) spiegelt de kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhetischen <i>Underground</i>. Der Mainstream ist eine Folge einer Kulturdominanz.</p>
</blockquote>
<p>Aber nicht mehr mit mir… und WARUM ???</p>
<p> <span id="more-1925"></span>
<p>… weil es mir auf die Nerven geht. Alles muß vermarktet werden, jeder will mit einer Marke oder Sache schnelles Geld verdienen.</p>
<p>Das Trailrunning z.B. ist so eine Sparte die in den letzten sechs Monaten immer mehr von Firmen und Veranstaltern in die Öffentlichkeit gezogen wird um damit Profit zu machen. Der Marathon ist für die Firmen nicht mehr interessant und der Ultralauf ist nicht so eingeschlagen wie sie es sich gehofft haben. Ultradistanzen sind halt nur was für ganz “Bekloppte” die mit sich und ihrer Umgebung im reinen sind. Da war also auch kein Geld mit zu machen. Was blieb den Firmen dann noch übrig? Triathlon war schon seit Jahren angesagt und dort sind einige Firmen jetzt drin und es ist kaum Platz für Neue(s). Also haben sie sich den Trailrun rausgesucht. Trailrun war früher was für Puristen und Naturliebhaber. Aber jetzt verkommt es immer mehr zu einer Mainstream Sportart die einfach Hip ist und Cool rüberkommt. Sie wollen mit Gewalt den Läufer in die Natur ziehen um dann ihre High-Tech Klamotten und Schuhe an den Mann oder Frau bringen. Klamotten die eigentlich kein Mensch braucht wenn er sich mit Sinn und Verstand in die Natur begibt. </p>
<p>Das schlimmste daran ist aber, das Leute in die Natur gelotst werden die eigentlich mit der selbigen nichts an der Mütze haben.&#160; Sie beschäftigen sich nicht mit der Natur und wissen dadurch natürlich auch nicht das es einige Regeln gibt die zu beachten sind. Dazu kommt noch das sie von selbsternannten Trailgöttern im Internet und durch deren Blogseiten mit <a href="http://www.gripmastertrails.com/gripmaster/">Pseudophilosophien</a> berauscht werden die es nicht einfach machen ihnen zu wiederstehen.</p>
<p>BEISPIELE:   </p>
<p><strong>”Wir laufen höchstens 20 Meter auf einer Forststrasse und niemals mehr als 5 Schritte auf Asphalt!”     </p>
<p></strong>- was für ein Quatsch ist das den Bitte, da wird doch jeder Trailanfänger gleich wieder der Mut genommen sich nur einen Meter von der Haustür aus bis zum Wald zu trauen. </p>
<p><strong>“Wenn kein Trail da ist, dann laufen wir querfeldein!”     </p>
<p></strong>- diese Aussage ist für mich die schlimmste von allen. Da wird den Anfänger suggestiert das er doch bitte durch die Pampa rennen soll wenn er doch ein “ECHTER” Trailrunner sein will. Sag mal geht es noch? Fangen wir mal an mit dem Wort Trail und bemühen unser aller liebes Wikepedia. Dort steht unter Trail:&#160; einen schmalen Weg, siehe Trampelpfad – wir sehen uns also mal Trampelpfad an. Und hier steht: <b>Trampelpfad</b> oder kurz <b>Pfad</b> (von <i>althochd. pfat</i>) ist eine Bezeichnung für einen schmalen Weg ohne viele Abzweigungen. Eine weitere Ableitung des Wortes im Althochdeutschen ist unklar. Ein Pfad ist oft schwer im Gelände auszumachen und kann von Menschen meist nur hintereinander begangen werden. Trampelpfade entstehen durch häufiges Begehen (Mensch oder Tier) gleicher Wegstrecken in unwegsamem Gebiet. Mmhhh also hier steht nix von Querfeldein. Ok die Trailgötter könnten auch damit meinen das sie ja neue Trampelpfade anlegen wollen aber das ist mal eher ausgeschlossen. Und jetzt kommen wir zum Schlimmen Teil dieser Aussage. Wer sowas sagt hat keinen Bezug zur Natur und ihren Bewohnern. Das Querfeldein ist äußerst bedenklich. Es gibt so viele Pflanzen und Tiere die sich dadurch gestört fühlen. Seltene Pflanzen werden zertrampelt und zerstört, Tiere werden zur Brutzeit gestört und vertrieben usw. Ein Ranger im Naturpark hat mir mal erklärt das ein Mensch der querfeldein durch die Natur geht und läuft im Umkreis von 300 Meter jedes Tier aufschreckt und verängstigt oder vertreibt. Leute das sollte nicht unser Ziel als Trail und Naturläufer sein. Ziel muß es sein im Einklang MIT der Natur seinen Sport in der selbigen zu betreiben. Also gebt nix auf diese Aussage.</p>
<p><strong>“Wenn mein Auto da lang fahren kann, dann ist es kein Trail!”</strong></p>
<p>- und wieder wird allen Anfängern der Spaß am Start genommen. Erstens hat ein Auto in solchen Bereichen der Natur wo Trails vorkommen eh nichts zu suchen und zweitens leben sagen wir mal 90% der Menschen in Gebieten wo es halt Forststrassen gibt die in den Wald führen. Dort kann man wunderbar seinen Trailsport betreiben auch wenn dort Autos auf den Wegen fahren können. Es gibt ja immer mal Abzweigungen im Wald die zu einen schönen Singletrail einladen. Aber im Allgemeinen zu sagen das es kein Trailrunning ist wenn man auf Wald und Forstwegen läuft ist nicht korrekt.</p>
<p><a href="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/P1010933.jpg"><img style="border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px" title="P1010933" border="0" alt="P1010933" src="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/P1010933_thumb.jpg" width="348" height="266" /></a> </p>
<p>Ich kann nur sagen das ihr euch nicht durch solche Aussagen von Typen verleiten lassen sollt die Natur in der ihr den Sport treibt zu zerstören. Lauft mit offenen Augen durch die Wälder und Felder und freut euch daran das ihr das noch erleben dürft. Wer weiß wie es in 20 Jahren um unsere Natur bestellt ist. </p>
<p>Ich für meinen Teil werde den Irrsinn in der Form wie er gerade entsteht nicht mehr mitmachen. Der Kommerz will jetzt auch mit aller Macht in den Bereichen der sportlichen Betätigung in der Natur eingreifen. Es wird einen eingeredet das man diese Schuhe und diese Hose unbedingt braucht wenn man sich auf Pfaden weit ab der Großstädte bewegen will. Ich muß ganz ehrlich sagen das ich dieser Art von Berauschung am Anfang auch erlegen bin. Ich habe jeglichen Schnickschnack der Trailindustrie an Klamotten im Schrank. Aber muß das sein? NEIN ist meine Antwort. </p>
<p>Als erstes habe ich mich von den Trailschuhen gelöst. Ich habe gemerkt das die alten Probleme wiedergekommen sind. Verhärtungen in den hinteren Oberschenkeln, Muskuläre Probleme nach langen Läufen usw.</p>
<p>Diese Probleme hatte ich nicht als ich mit Deichmann Laufschuhen auf Asphalt oder im Gelände unterwegs war.&#160; Es geht mir hier nicht um nicht Hip sein oder das Geld nicht zu haben. Aber die Victory Schuhe von Deichmann sind wirklich unglaublich gut für Läufer. </p>
<p>Was also tun? Ich hatte durch das Buch <a href="http://www.amazon.de/Born-Run-vergessenes-Geheimnis-gl%C3%BCcklichsten/dp/3896673661/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1277546913&amp;sr=8-1">“Born to Run”</a> zum ersten mal von den <a href="http://www.vibram-fivefingers.de/Vibram-FiveFingers-Classic.php?gclid=CPXQrqvBvaICFUYI3wodBwUAgw">FiveFingers</a> gehört. Die mußte ich dann auch gleich mal ordern und ausprobieren. Die ersten Kilometer waren nicht einfach zu laufen. Man wird zum Natürlichen Laufen vom Körper gezwungen. Am nächsten tag hatte ich Muskelkater in den Beinen und Füssen wo ich es nie vermutet hätte. Es gab also noch Muskeln im Fuß die all die Jahre nicht beansprucht wurden. Sollten diese Dingern auch einen Einsatz im harten Trailgebiet zulassen? Meine Frage mußte ich gleich in die Tat umsetzen und bin satte 18 Kilometer durch mein Trailgebiet gerauscht, und mit gerauscht meine ich gerauscht. Man fliegt die Anstiege (Berge) rauf und geht Downhill richtig ab wenn es der Untergrund halbwegs zulässt. An die kleinen Schmerzen im Gelände muß man sich halt gewöhnen, wenn man z.B. auf kleine/große Spitze Steine oder Wurzeln tritt. Aber das ist nach jetzt fast 300 Kilometer im Gelände deutlich besser geworden. Also nicht verzweifeln bei den ersten Läufen im Gelände, das wird wirklich besser. Gerade weil man auch die Koordination ziemlich gut mit jeden Traillauf in FiveFingers schult. Für mich wird es keine anderen Schuhe mehr geben. Obwohl ich mir für die Wintertage was überlegen muß. Den hier gibt es immer ziemlich viel Schnee. Mal sehen was ich da mache, aber bis dahin ist ja noch viel Zeit um eine Lösung zu finden.</p>
<p><a href="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/P1010930.jpg"><img style="border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px" title="P1010930" border="0" alt="P1010930" src="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/P1010930_thumb.jpg" width="363" height="266" /></a> </p>
<p>Genauso verhält es sich mit den Textilien die uns zum Laufen angeboten werden. Es kann doch nicht angehen das es jetzt schon Shirts gibt die 129,- Euro kosten. Zum Verständnis der DM Gemeinde das sind mal eben schlappe 258,- DM für ein Laufshirt. Von den Laufhosen möchte ich jetzt erst gar nicht anfangen. Da bekommt sonst noch Flecken auf den Augen wenn man die Preise liest. Es heißt immer Laufen wäre eine Billige Sportart. Eben das ist es aber schon lange nicht mehr. Für eine Anfangsausstattung legt man heute so um die 500,- Euro (mit Puls oder GPS Uhr) hin. Ich finde jetzt nicht das man das noch als Billige Sportart bezeichnen kann. Wenn wir uns jetzt noch die Preise der Artikel im Trailrunning ansieht dann wird es einen Schlecht. Salomon holt teilweise den Vogel vom Himmel. Da kostet ein <a href="http://www.racelite.de/shop:showarticle:Salomon_EXO_SS_Zip_Tech_Tee_M">Shirt</a> mal eben locker 85,- Euro und eine <a href="http://www.racelite.de/shop:showarticle:Salomon_EXO_SLAB_Short_Tight">Laufhose</a> 120,- Euro. Ich habe beide Artikel im Schrank und kann sagen das der Preis in keinster Weise gerechtfertigt ist. Der Stoff riecht schon nach Chemie und nach den ersten tragen war mir klar ohne eine langes Unterhemd drunter geht es auf keinen Fall. Die Haut wurde derart irritiert das es beim Schwitzen nur noch so kratzte und juckte. Die sagen wir mal <a href="http://www.racelite.de/shop:showarticle:Salomon_EXO_III_Calf">Schienbeinschoner</a> von Salomon die man ja unbedingt braucht als Trailrunner wenn man sich nicht die Beine im Unterholz verletzen will haben meine Beine mit einen Ausschlag belegt das ist schon nicht mehr herrlich.</p>
<p>All diese Dinge gaben bei mir den Ausschlag dazu sich wieder ein wenig Back to the Roots zu bewegen. Also mal flott die olle Cargohose ab den Knien abgeschnitten und die Kurzärmeligen Shirts aus den Schrank gekramt. Es war ein Wunderbares Gefühl befreit von all den laufen zu gehen. </p>
<p>Den Irrsinn der Markenartikel werde ich nicht mehr mitmachen. </p>
<p>Der letzte Punkt ist der Veranstaltungswahnsinn. Ich kann die ganzen Stadtmarathons nicht mehr sehen. Es gibt mir nichts mehr dort zu starten. Der Köln Marathon (73 km Wertung) im Oktober wird mein letzter Marathon werden den ich in einer Stadt laufe. Landschaftsläufe wird es immer mal wieder bei mir geben wenn es nicht sowas wie der Rennsteigt ist. Viel zu überlaufen und groß für meinen Geschmack. Den kann man auch außerhalb des Wettbewerbes mal laufen. Ist ja eine offene Wanderroute. Die Entwicklung bei den Trailrun Wolrdmasters werde ich mir dieses Jahr nochmal anschauen und dort starten aber wie ich es im Gefühl habe wird auch dort bald der Kommerz Einzug erhalten. Man sieht ja schon auf der offiziellen Internetseite das dort fast wöchentlich neue Sponsoren und Firmen vorgestellt werden. Der Spirit macht dem Kommerz Platz. Eigentlich Schade wenn der Veranstalter einen dann wegen seiner öffentlichen Kritik und Meinung per Email zurechtweisen will. Aber das ist mir schon öfters aufgefallen das die Firmen auf sowas eher schlecht bis unprofessionell Reagieren. Da werden Kommentare die Kritisch aber Korrekt sind einfach gelöscht. Da wird einen schlechte Stimmung unterstellt usw.</p>
<p>Daran merkt man das sie Angst haben und sich den Geldsack nicht wegnehmen lassen wollen. Schon gar nicht von Leuten die den wahren Spirit weiterleben und hinter den ganzen Gebilde blicken und es vielleicht sogar zu verstehen wagen. In dem Sinne sei Euch allen gesagt…</p>
<p>Zieht Eurer Ding durch und hinterfragt ab und zu mal das Verhalten anderer bevor ihr Urteilt. </p>
<p>Keep on Running / Soulrunning!!!!</p>
<p><a href="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_5356.jpg"><img style="border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px" title="IMG_5356" border="0" alt="IMG_5356" src="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_5356_thumb.jpg" width="368" height="252" /></a></p>


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		<title>Geboren um zu sterben&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 10:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bodhi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; 
… in was für einer Welt leben wir eigentlich. Da wird ein Kind geboren nur um zu sterben. Abartig ist das alles. Den Artikel habe ich von Spiegel online entnommen. Ist meiner Meinung aber wichtig gelesen zu werden. 
Es muß nicht immer NUR um Sport und Erfolge gehen, das hier ist das Wahre Leben! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#160;<a href="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/03/poster151.jpg"><img style="border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto" title="Samuel_1" border="0" alt="Samuel_1" src="http://soulrunner.de/wp-content/uploads/2010/03/poster151_thumb.jpg" width="311" height="431" /></a> </p>
<p>… in was für einer Welt leben wir eigentlich. Da wird ein Kind geboren nur um zu sterben. Abartig ist das alles. Den Artikel habe ich von Spiegel online entnommen. Ist meiner Meinung aber wichtig gelesen zu werden. </p>
<p>Es muß nicht immer NUR um Sport und Erfolge gehen, das hier ist das Wahre Leben! Nehmt Euch die Zeit und lest die gesamte Geschichte. </p>
<p>D A N K E </p>
<p> <span id="more-1270"></span>
</p>
<p align="center"><font color="#800000" size="2" face="Comic Sans MS"><strong>Erst das Video mit der entsprechenden Musik starten dann lesen.</strong></font></p>
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</div>
<p>Hier nun die Geschichte:</p>
<p><strong>Zwei Mütter, ein Sohn: Susanne B. erfuhr im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft, dass ihr Kind mit Down-Syndrom geboren werden würde. Sie entschied sich für eine Spätabtreibung &#8211; doch der Junge überlebte. Simone G. und ihre Familie nahmen Tim auf.</strong></p>
<p>Tim sitzt auf dem Boden und spielt. So, wie nur Kinder spielen können: voll bei der Sache, versunken in seine Welt. Tim dreht Frisbeescheiben. Grüne, gelbe, blaue. Brabbelt vor sich hin, wirft sie weg, krabbelt hinterher. Tim liebt Frisbeescheiben. Er lässt sie kreiseln. Stundenlang. Bis seine Schwester und die zwei Brüder nach Hause kommen. Um kurz nach sechs sitzt die ganze Familie am Abendbrottisch. Der ganz normale Alltag mit vier Kindern eben &#8211; und doch ist bei der Familie G. vieles anders.</p>
<p>Mama Simone ist nicht die Frau, die Tim geboren hat. Papa Bernd ist nicht sein leiblicher Vater. Sie sahen ihren Sohn zum ersten Mal vor zwölf Jahren, auf einer Frühchenstation. Kurz vor Weihnachten rief das Jugendamt an: &quot;Wir suchen Pflegeeltern für einen Säugling.&quot; Nicht für irgendeinen Säugling. </p>
<p>Tim hatte seine eigene Abtreibung überlebt.</p>
<p>Jetzt lag er in einem Brutkasten, hatte nur eine Windel an. In seiner winzigen Nase steckte ein Beatmungsschlauch, im Mund eine Nahrungssonde. Die Herzmaschine piepte. </p>
<p>Tim war winzig, nur 1500 Gramm schwer. Seit fünf Monaten kämpfte er ums Überleben. Es würde ein kurzes, elendes Leben, glaubten die Ärzte. Die Krankenakte war lang: Down-Syndrom, Wasserkopf, Hirnblutungen ersten und zweiten Grades. Und trotzdem: &quot;Wir schauten in seine blauen Augen und wussten, dieser kleine Kerl gehört zu uns&quot;, sagen die G.s heute. </p>
<p>&quot;Nein, da waren keine Zweifel. Nein, wir haben nicht gegrübelt&quot;, erinnert sich Bernd G. &quot;Warum auch?&quot; Er schaut fasziniert zu, wie die Frisbees durch die Küche rollen. Schaut, wie Eltern eben schauen, wenn ihre Kinder gerade ein neues Stück Welt entdeckt haben. Stolz.</p>
<p>Er und seine Frau können das, was Tims leibliche Eltern nicht schafften. Bedingungslos lieben.</p>
<p>Dabei hatten sich Susanne B.* und ihr Mann so sehr ein zweites Kind gewünscht. Für Susanne, damals 35, war es die dritte Schwangerschaft. Sie freute sich unbändig auf ihr Baby, wollte zunächst nicht einmal eine Fruchtwasseruntersuchung. Doch weil sie nach einem gesunden Sohn bereits ein totes Kind zur Welt gebracht hatte, waren die Ärzte sensibilisiert. Am Ende des sechsten Monats bestätigte sich ein Verdacht: Down-Syndrom. Susanne B. brach zusammen. </p>
<p><b>Ein Leben mit einem behinderten Kind, das schafft sie nicht</b></p>
<p>25. Woche, plus vier Tage. Da ist der Bauch schon gewölbt. Das Kind strampelt kräftig. Es erkennt die Stimmen von Mutter und Vater. Es kann leben. Doch Susanne B. war nur verzweifelt, war sich sicher: Ein Leben mit einem behinderten Kind, das schafft sie nicht.</p>
<p>Alles ging ganz schnell. Um 11.15 Uhr hatte ihr der Arzt die Diagnose mitgeteilt. Um 14.30 Uhr stand sie mit dem Koffer auf der Frauenstation. Eine Medizinerin klärte auf: &quot;Wahrscheinlich stirbt der Fötus während oder kurz nach der Geburt. Vielleicht wird er aber leben.&quot; Susanne B. war überfordert, reagierte panisch: &quot;Ich will es nicht. Ich verlange, dass Sie mir das wegmachen.&quot; Sie droht sogar mit Selbstmord. Gegen 16 Uhr wird die Geburt eingeleitet.</p>
<p>Als alles vorbei war, grübelte Susanne B. oft: Wäre es besser gewesen, wenn ich nichts gewusst hätte von der Behinderung? Oder besser, wenn ich viel mehr gewusst hätte &#8211; über das Down-Syndrom, das, was sie nur als &quot;Mongolismus&quot; kannte? &quot;Dann hätte ich mich für eine normale Entbindung und gegen einen Abbruch entschieden&quot;, sagte sie später. </p>
<p>Susanne B. tat, was neunzig Prozent aller Mütter tun, wenn sie erfahren, dass ihr Kind Down-Syndrom hat. Sie entschied sich für eine Abtreibung. Auch in Grenzfällen wie bei Tim, wenn das Kind schon leben kann, brechen 62 Prozent aller Mütter die Schwangerschaft ab. Das belegen Zahlen aus der Frauengesundheitsforschung. </p>
<p><b>Geboren worden, um zu sterben</b></p>
<p>Die Spätabtreibung darf allerdings nie mit der Behinderung begründet werden, nur mit einer körperlichen und seelischen Notfallsituation der Mutter. 237 Spätabtreibungen wurden dem Statistischen Bundesamt im vergangenen Jahr gemeldet. Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung (CDU) schätzt, dass es in Wahrheit viel mehr sind. Denn Embryos, die schon im Mutterleib mit einer Kalium-Chlorid-Spritze getötet und unmittelbar danach geboren werden, tauchen in dem Zahlenwerk nicht auf. </p>
<p>Susannes Baby sollte auf seinem Weg durch den Geburtskanal sterben, an den Anstrengungen und toxischen Medikamenten, die die Wehen einleiteten.</p>
<p>Tim hat seine Mutter nie kennen gelernt. Nach mehr als 30 Stunden Qual und Schmerzen musste der Arzt ihn aus Susannes Leib herausziehen, weil er sich noch nicht gedreht hatte. Ein kleines Bündel Mensch, nur 650 Gramm schwer, leichter als ein Paket Mehl. </p>
<p>Susanne wollte Tim nicht sehen, <font color="#ff0000"><strong><u>die Pfleger brachten ihn weg. Neun Stunden lag der Fötus nackt in einem Kreißsaal in Oldenburg, notdürftig in ein paar Handtücher gewickelt. Wozu ein Wärmebettchen, ein Brutkasten? Dieses Kind war geboren worden, um zu sterben. Doch Tim gab nicht auf: Als sein Körper schon auf 28 Grad abgekühlt war, schnappte er noch nach Luft. Da kam er auf die Frühchenstation, und später dann zur Familie G.</u> <font color="#0000ff">(dieser Abschnitt zerriss mir förmlich das Herz und lies mich fast weinen)</font></strong></font></p>
<p>Seit dem Tag seiner Ankunft in ihrem Leben kämpfen die G.s für Tim. Er schlief in der Familienwiege, unter einem Sauerstoffzelt. Nachts kamen die Pflegeeltern oft im Stundentakt an sein Bettchen. Weil die Lungen noch nicht ausgereift waren, musste er immer wieder wochenlang zurück ins Krankenhaus.</p>
<p>Und dann waren da noch andere Krankheiten, die in den Stunden nach der Geburt entstanden. Mehr als zwanzig Operationen in drei Jahren musste Tim überstehen. Fast jedes Mal sagten die Ärzte: &quot;Diesmal schafft er es nicht.&quot; Dann haben alle geweint. Simone G., ihr Mann, ihre Söhne, die damals vier und sechs Jahre alt waren. </p>
<p>Auch Susanne B. hat geweint. Wenn die Erinnerungen hochkamen. Auch sie hat gekämpft. Gegen ihre Schuldgefühle. Sie schämte sich. Für das, was sie in jenen furchtbaren Stunden gesagt und getan hatte. Sie hätte alles dafür gegeben, damit ihrem Sohn das Leid erspart geblieben wäre. Doch kein Arzt und kein Psychologe konnten ihr die Last nehmen, die sie niederdrückte und später auch ihren Körper krank machte. </p>
<p>Susanne B. verklagte den Arzt, der in jener Nacht Dienst hatte. 13.000 Euro Schmerzensgeld musste der Gynäkologe schließlich zahlen. </p>
<p>Wer war Schuld, dass Tim sich so quälen musste? Dass sie sich seitdem quälen musste? Diese Frage hat kein Gericht je geklärt. Während ihr behinderter Sohn sich ins Leben kämpfte, verlor Susanne B. nach und nach die Kraft zu leben. Sie starb mit nur 41 Jahren.</p>
<p>Tims Mütter haben nur einmal miteinander gesprochen. Als Susanne B. sich sechs Monate nach der Geburt das Zuhause anschaute, das sie ihrem Sohn gern gegeben hätte, wenn ihre Kraft gereicht hätte. &quot;Sie hatte wohl Angst, was die Familie, die Nachbarn, die Freunde sagen könnten&quot;, vermutet Simone G. &quot;Sie wusste nicht, dass es Hilfe gibt.&quot; </p>
<p>Tims leiblicher Vater schaute früher viermal im Jahr für eine Stunde vorbei. &quot;Er ist doch mein Fleisch und Blut&quot;, sagte er über Tim, wenn er bei den G.s auf der Küchenbank saß und seinem Sohn beim Spielen zusah. Nachdem seine Frau gestorben war, hat er nie wieder geklingelt. </p>
<p><b>&quot;Bei behinderten Kindern freut man sich Erfolge doppelt&quot;</b></p>
<p>Simone G. guckt besorgt auf die Uhr. Sie wartet auf den Behindertenbus, der ihren Sohn jeden Nachmittag von der Schule nach Hause bringt. </p>
<p>Ein Wunder, sagen die Ärzte. Zwar wird Tim nie lesen und schreiben lernen, aber vieles andere: Was Töne sind, wie man auf einer Trommel schlägt, im Rhythmus tanzt, fröhlich im Bällebad tobt. Und noch ein Wunder: Tim kann laufen. Mit sechs Jahren machte er die ersten Schritte an der Hand. Mit acht Jahren tapste er wackelig hinter seiner Schwester Lissy her. Mit neun Jahren konnte er endlich stabil gehen. </p>
<p>Was andere in vier Monaten schaffen, dafür brauchte er drei Jahre. Heute kann er sogar auf dem Trampolin im Garten springen. &quot;Er ist sehr weit zurück, alles geht sehr langsam&quot;, sagt Simone G. Jetzt soll Tim noch essen lernen. Damit er Eis schlecken, Kekse knabbern und Pommes genießen kann. So wie jedes andere Kind auch. Bis heute wird er über eine Nahrungssonde ernährt, auch das eine Folge der frühen Geburt.</p>
<p>Wieso hat sie so ein Kind genommen? Ein Kind, das einen immer brauchen wird, das man nie wieder loslassen kann und das einen auch nie wieder loslässt, egal, wie alt man wird. Simone G. zuckt mit den Schultern. &quot;So schwer ist es doch gar nicht. Bei gesunden Kindern macht man ständig Druck: ,&#8217;Kümmere dich um die Schule&#8217;, ,&#8217;Übe dein Instrument&#8217;, ,&#8217;Räume dein Zimmer auf&#8217;. Bei behinderten Kindern erwartet man nichts und freut sich über jeden Erfolg doppelt.&quot; </p>
<p>Tim bringt viel Freude. Manchmal geht sein Vater mit ihm und seinen Brüdern zum Basketball im Nachbarort. Die Dragons spielen in der ersten Liga. Tim jubelt über jeden Korb, lacht und klatscht. Und reißt mit seiner Begeisterung alle mit.</p>
<p>Das Leben der G.s hat sich verändert, seit ihrer Entscheidung vor zwölf Jahren. Familie und Freunde haben damals gesagt: &quot;Ihr seid verrückt.&quot; Doch Simone und Bernd G. taten, was sie immer schon wollten. Sie gründeten eine große Familie. Schon vor der Hochzeit war klar: &quot;Wir wollen mindestens fünf Kinder, eigene und Pflegekinder.&quot; Woher der Wunsch kam, das wissen sie nicht mehr. Er war einfach da. Besonders gläubig sind sie nicht. &quot;Und ein Helfersyndrom haben wir auch nicht&quot;, lacht Bernd G., der als leitender Lebensmitteltechniker arbeitet, von morgens acht bis abends um sechs Uhr.</p>
<p>&quot;Na mein Schatz, wie war es in der Schule?&quot;, fragt Papa Bernd, wenn er nach Hause kommt. Tim gibt ein paar grunzende Geräusche von sich, schiebt sich ganz dicht an seinen Vater heran, klopft ihm auf die Schultern. Dann dasselbe Ritual bei Mutter Simone, nur ohne Schulterklopfen. Die sagt lächelnd: &quot;Er mag eher Männer. Ich weiß auch nicht, warum.&quot; </p>
<p><b>&quot;Wir wissen, dass Tim weiß, wer wir sind, und das reicht&quot;</b></p>
<p>Sprechen hat Tim bis heute nicht gelernt. Nur manchmal kommen ein paar Geistesblitze. Einmal sagte Tim: &quot;Hier bin ich.&quot; Alle drehten sich um und staunten. Doch er hatte es schon wieder vergessen. Ein anderes Mal rief er &quot;Mama und Papa&quot;. Doch auch diese Worte verschwanden wieder. Bernd G. ist es egal. &quot;Wir wissen, dass Tim weiß, wer wir sind, und das reicht.&quot; Zurzeit kennt er den Namen des Hundes. Leo heißt er. Tim schreit: &quot;Eo, eo!&quot; Und ruft &quot;Tschüs&quot;, wenn morgens der Schulbus hupt.</p>
<p>So glücklich ist die Familie mit Tim, dass der Familienrat vor fünf Jahren beschloss, noch ein Kind aufzunehmen. &quot;Junge oder Mädchen?&quot;, darüber gab es damals Streit. Mutter Simone setzte sich durch. &quot;Wir bekommen eine Schwester, so wie unser Tim&quot;, freute sich Sohn Pablo und hüpfte durchs Wohnzimmer. Und so kam Tochter Lissy, heute 9, zu den G.s. Auch sie hat das Down-Syndrom. Ihre Mutter hatte sie gleich nach der Geburt in ein Kinderheim gegeben. Tim liebt seine kleine Schwester. Sie ist jetzt Familie. </p>


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